163.000 Euro gegen Kinderarbeit

Mit 163.000 Euro hat die 60. Sternsingeraktion im Kreis das bislang einmalige Spitzenergebnis von 2005 übertroffen. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ zogen in der ersten Januarwoche über 1100 Jungen und Mädchen als die „Heiligen Drei Könige“ von Haus zu Haus. Die Spenden sollen Kinderhilfsprojekten schwerpunktmäßig in Indien zukommen.

1100 Kinder und Jugendliche waren im Kreis als Sternsinger unterwegs: In ihren Gewändern mit Kronen und Sternen haben sie die Weihnachtsbotschaft in Gedicht und Lied verbreitet. Das Spendenaufkommen von 163.000 Euro bedeutet eine Steigerung knapp 5% gegenüber dem Vorjahr. Damit übertrifft es das Spitzenergebnis von 2005, als die Tsunami-Katastrophe ein herausragendes Spendenaufkommen von 161.460 Euro auslöste. 

Mit dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ wiesen die Sternsinger auf die Situation von weltweit rund 60 Millionen Kindern, die in Fabriken, Steinbrüchen und anderen Arbeitsstätten ausgebeutet werden. Mit dem Spendenerlös engagiert sich das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ im aktuellen Beispielland Indien ganz konkret dafür, dass Kinder lernen und spielen dürfen. So fördert es den Schulbesuch von arbeitenden Kindern, versucht, Eltern zu überzeugen, ihren Söhnen und Töchtern Bildung zu ermöglichen und zeigt den Erwachsenen Wege aus der Armut auf, damit sie auf das Einkommen ihrer Kinder verzichten können.

In Liedern und Gedichten besangen Caspar, Melchior und Balthasar die Suche der drei Sterndeuter und die frohe Botschaft vom menschgeworden Gott. Schließlich gab es für die Besuchten hierzulande den traditionellen Segenswunsch der Drei Könige: „20 * C + M + B + 18“ - „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

In Metzingen mit Neuhausen, Grafenberg und Riederich waren mit über 170 Sternsingern die meisten Kinder unterwegs. Dort wurde auch das Spitzenergebnis mit über 32.000 € ersungen. In den meisten Kirchengemeinden konnte das Sammelergebnis gegenüber 2017 gesteigert werden, zum Teil um zweistellige Prozentpunkte wie beispielsweise in der Reutlinger St. Wolfgangs-Gemeinde mit knapp 38%. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis in den Reutlinger Stadtgemeinden mit 28.500 € um 12,1%; knapp jeder sechste Euro kam aus der Kreisstadt..

Wo das Ergebnis unterhalb dem des Vorjahres war, ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass in diesen Kirchengemeinden weniger Sternsinger unterwegs waren.

Ein Teil des Erlöses kommt Hilfsprojekten im Rahmen örtlicher Patenschaften zugute. Mehr als die Hälfte der Sternsinger-Sammlung wird für Projekte schwerpunktmäßig in Indien verwendet, um Bildungsinitiativen in Schulen und Kindergärten zu unterstützen und so die Ausbeutung durch Kinderarbeit einzudämmen. Darüber hinaus werden jedes Jahr Projekte für Kinder in mehr als 100 Ländern mit Mitteln der Aktion finanziert.